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Was tun, um den Alltag zu überstehen, die Welt zu retten?
Junge FilmemacherInnen fragen KünstlerInnen nach ihren Überlebensstrategien. In Momentaufnahmen berichten sie vom Energietanken durch Schlaf, vom molekularen Austausch zwischen Mensch und Maschine, über Rückzugsorte und Angriffsstrategien.
Bis jetzt wurden der Dramatiker Händl Klaus, der Konzeptkünstler Oliver Hangl, die Opernsängerin Angela Denoke und die Komponistin Olga Neuwirth befragt.
    KünstlerInnen

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HÄNDL KLAUS
Händl Klaus wurde 1969 in Rum bei Innsbruck/Tirol geboren und lebt in Wien, Berlin und Port am Bielersee (Schweiz). Er ist als Schauspieler und Regisseur tätig. Weiters ist er kreativ in den Bereichen Dichtung, Erzählung, Roman, Hörspiel und Theaterstück tätig. Seit 1995 erhielt Händl zahlreiche Auszeichnungen, - den Rauriser Literaturpreis, den Robert Walser-Preis, den Förderpreis zum Schiller-Gedächtnispreis, den Welt-Dramatikerpreis der Stadt Bern und den Lyrikpreis Feldkirch. 2004 war er als Bester Nachwuchsautor für den Nestroy-Theaterpreis nominiert. Für seinen Debütfilm MÄRZ gewann er den Silberner Leopard für das beste Erstlingswerk beim Internationalen Filmfestival Locarno. Werke (Auswahl) 2001 Ich ersehne die Alpen; So entstehen die Seen. Theaterstück. Uraufführung beim Steirischer Herbst, Rowohlt Theaterverlag, 2002 Häftling von Mab. Opernlibretto; Musik: Eduard Demetz, Tiroler Landestheater, 2003 (Wilde) Der Mann mit den traurigen Augen. Uraufführung beim Steirischer Herbst 2003, Abdruck in Theater heute, 2006 Dunkel lockende Welt. Theaterstück. Uraufführung an den Münchner Kammerspielen, Rowohlt Theater Verlag.

OLIVER HANGL
Oliver Hangl arbeitete als Schauspieler am Serapionstheater und Theater Sparverein sowie als Bühnenbildner, beschäftigt sich mit Medien- und Bildender Kunst und ist sowohl mit Solo- als auch Gruppenausstellungen in ganz Europa erfolgreich vertreten. Arbeiten (Auswahl) 2004 "Gürtel ON EAR", Kubus EXPORT/Der Transparente Raum, Wien 2005, add on, Vienna; Expo Aichi, Japan, 2005 "Losers' Lounge", Superstars/BA-CA Kunstforum,"Gehsteigdisco", Museumsquartier, Wien, 2006 "The Inverted Parade", Kontra.com, Salzburg, "Disco ON EAR", Rauch Club, Feldkirch; "Funkkopfstörung 7", Dekandance/Hive Club, Zurich, "Basel ON EAR", Kunsthaus Baselland, Basel, 2007 "Guided by accident?, Wiener Festwochen/Tanzquartier Vienna, 2009 "Sleepshow", Poznan (PL) , "Der Heilige Berg", abgesagt Linz 09, "100 Jahre Technisches Museum Wien", Wien, "Wroclaw Guerillawalk", Forum Festival/Breslau CV, Wroclaw (PL), "Kosovo ON EAR", Robert Bosch Stiftung, Pristina/ Rahovec/ Skenderaj P

ANGELA DENOKE
Geboren in einem musikalischen Elternhaus in Stade bei Hamburg, absolvierte sie ihr Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Ingrid Kremling. Am 1.April 1997 feierte sie an der Wiener Staatsoper ihr erstes Auftreten als Sopranistin als Marschallin. Angela Denoke singt an vielen internationalen Opernbühnen, Metropolitan Opera, Covent Garden Opera, Bayerische Staatsoper München (Debüt: Salome 2006), Semperoper, Gran Teatre del Liceu, Opera National Paris (u.a. Katja Kabanowá, Cardillac, Rosenkavalier, Die Sache Makropulos, Parsifal, Fidelio, Wozzeck), Théatre du Chatelet Paris, Staatsoper Berlin (Tannhäuser, Pique Dame, Erwartung, Rosenkavalier, Fidelio und Salome), Nederlandse Opera Amsterdam, Teatro Real Madrid, Hamburgische Staatsoper, in San Francisco und Chicago. An der Wiener Staatsoper war sie seit 1997 u.a. als Tatjana (Eugen Onegin), Elisabeth (Tannhäuser), Jenufa, Marietta/Marie (Die tote Stadt), Kundry (Parsifal), Salome, Elsa (Lohengrin), Arabella und Marschallin zu hören. 1999 wurde Angela Denoke als Sängerin des Jahres der Zeitschrift Opernwelt ausgezeichnet, 2007 erhielt sie den Faust-Theaterpreis für die Beste Sängerdarstellerleistung im Musiktheater. 2009 wurde sie als Österreichische Kammersängerin geehrt und feierte einen großen Erfolg als „Lady MacBeth von Mzensk" inszeniert von Matthias Hartmann.

OLGA NEUWIRTH
Olga Neuwirth wurde 1968 in Graz geboren. Sie zählt zu den bedeutendsten und kreativsten zeitgenössischen Komponistinnen Europas und feiert seit vielen Jahren internationale Erfolge. Sie studierte Komposition und Theorie in Wien und am ‚Conservatory of Music' in San Francisco. 1994 war sie Jurymitglied der Münchener Biennale für Neues Musiktheater. Im Rahmen der Reihe "Next Generation" wurde Olga Neuwirth in zwei Porträtkonzerten bei den Salzburger Festspielen 1998 vorgestellt. Ihren internationalen Durchbruch schaffte Olga Neuwirth ein Jahr später, als sie für ihr abendfüllendes Musiktheater „Bählamms Fest" (Libretto: Elfriede Jelinek nach Leonora Carrington) den Ernst-Krenek-Preis erhielt. Weitere Erfolge waren die Londoner Uraufführung von „Clinamen/Nodus" im März 2000, die sich in einer weltweiten Tournee fortsetzte. 2000 wurde ein gemeinsames Projekt mit Filmemacher Michael Kreihsl „The long rain" beim Steirischen Herbst uraufgeführt. Die Uraufführung des Musiktheaters "Lost Highway", nach dem gleichnamigen Film von David Lynch, fand 2003 in der English National Opera statt. 2006 wurde ihr Trompetenkonzert „...miramondo multiplo..." für die Wiener Philharmoniker bei den Wiener Festwochen und den Salzburger Festspielen uraufgeführt. Gemeinsam mit Valie Export und Elfriede Jelinek zeichnete sie sich für die Portrait-Ausstellung „Die Macht der Sprache" im Austrian Cultural Forum New York verantwortlich. 2006 wurde Olga Neuwirth zum Mitglied der Akademie der Künste Berlin gewählt. 2010 erhielt sie als erste Frau den Kunst-Staatspreis in der Sparte Musik, die höchste künstlerische Auszeichnung der Republik. Zur Zeit lebt und arbeitet Olga Neuwirth in Wien.
    RegisseurInnen
 
 
ELLA GALLIENI
Geboren 1983 in Wien, seit 2006 Studentin an der Filmakademie Wien. Zu ihren bisherigen Filmen zählen die Kurzfilme: LOSS, SOUCIS DE LUXE und HORSE CAMP. HORSE CAMP wurde bei der Diagonale 09 uraufgeführt, war im Programm des Edinburgh International Film Festivals, ist im Verleih von Sixpackfilm.

MARVIN KREN
Marvin Kren, geboren 1980, seit 2003 arbeitet er als Produzent von Kurzfilmen, Dokumentationen und Werbefilmen. Filme (Auswahl): MARVIN MEETS 5 COACHES, TRIO, POACHER, LOVE IS HARD AS WALLS, DANCE WITH JOHN STARKS!, LIFE AND WORK FOR GW, SCHAUTAG und PRATERSTERN. Sein Kurzfilm PRATERSTERN wurde beim Short Film Festival Rome, bei den Vienna Independent Shorts und im ORF gezeigt. 2009 erhielt Marvin Kren den Max Ophüls Preis für seinen Kurzfilm SCHAUTAG. Österreichische Erstaufführung des Films im Rahmen der Diagonale 09 statt, wo er den Diagonale Preis der Jugendjury in der Kategorie Bester Nachwuchsfilm des Jahres gewann.

MICHAEL SCHINDEGGER
Michael Schindegger, geboren 1981, studiert seit 2003 ‚Kamera’ an der Wiener Filmakademie. Lebt und arbeitet in Bukarest, Brüssel und Wien. Zu seiner Kameraarbeit zählt Peter Jaitz’ Film RIMINI (2009), der im Rahmen von A First Steps dem Festival für Abschlußfilme in Berlin gezeigt wurde. Sein Regiedebüt DACIA EXPRESS (2008) wurde bei der Viennale 08 uraufgeführt und war ebenfalls im Programm der Diagonale 09.

LEONIE WIESER
Leonie Wieser wurde 1989 in Wien geboren, studiert in Sussex. Filme: SCRABBLE 1-4
(European Youki Awards 2008 und YOUKI 10 - Würdigungspreise der Jury), GLEICH IN DER ECKE IST DAS MEER (VIS Vienna Independent Shorts 2008, film:riss Festival Salzburg 2007), GOTT, WIR LIEBEN UNS (ORF shorts on screen 2006 - Siegerfilm Kategorie Zukunftsvision 2020, Youki Festival Wels 2006 – Würdigungspreis, nicht zuständig (VIS Vienna Independent Shorts 2007, Diagonale 2007), I:(1)00 dB ARBEIT:I (ein Projekt mit Tizza Covi und Rainer Frimmel, Diagonale 2008)

FRIDOLIN SCHÖNWIESE
Fridolin Schönwiese wurde 1967 in Wien geboren und studierte Publizistik und Theaterwissenschaft in Wien. Er ist Mitglied der Gruppe GANG ART, arbeitete bei mehreren Filmen, Ausstellungen, Trailern und Radioprojekten mit. Fridolin Schönwiese lebt und arbeitet in Wien und Mexiko. Filme: DIE FÜNF HIMMELSRICHTUNGEN (2009), VOLVER LA VISTA / DER UMGEKEHRTE BLICK (2002-05), IT WORKS (1998), COSMODROM (1992-95), LUFTRÄUME (1990).

BERNADETTE WEIGEL
Bernadette Weigel wurde 1977 geboren und arbeitet seit 1996 für österreichische Film- und Fernsehproduktionen. Bis 2003 studierte sie Theater,- Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien, seit 2004 studiert sie Kamera und Regie an der Wiener Filmakademie. Bernadette Weigel lebt in Wien. Filme: GAME OVER (2009), SCREAM OF A BUTTERFLY (2005), JONGLAGE (2003), EGO IST (2002), MANN UND FRAU (2001).