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Bei Krimi und Kino sieht alles auf den ersten Blick ganz einfach aus:
Weiß und Schwarz. Schatten und Licht. Die Bösen und die Guten.
Je näher die Kamera 'ranfährt, umso mehr verschwimmen die Grenzen. Flott
entfalten wir ein Faible für die schlaue Betrügerin, fühlen mit dem zu Unrecht Verdächtigten,
verachten den korrupten Gauner, kommen, mit den schrulligen Ermittlern, dem
Verbrechen auf die Spur, sehen die Schurken nicht ungern hinter Gitter wandern.
Whodunit oder Whydunit garantieren
Spannung, weil auf der Leinwand die
Umstände für Tat und Motiv offen gelegt, die Gesetzesbrecherinnen überführt
werden.
Krimi und Kino überwinden
partout Genre-Grenzen, die Palette reicht vom Detektiv-, Grusel-, Agenten- und Serienmörderfilm
bis hin zum komödiantischen Kriminaltango. Also raus aus dem trivialen
Eck, 'rein ins Vergnügen. „Sterben Sie wohl!" Wir bieten ein pikantes
3-Gänge-Menü bester KrimiKinoKost nach dem Motto, das den Killer aus Amerika am
Flughafen Schwechat begrüßt: „Come and Shoot in Austria". (Brigitte Mayr, Michael Omasta)
Freitag, 9. Juli: Das Rätsel der Roten Quaste
Freitag, 16. Juli: Den Tüchtigen gehört die Welt
Dienstag, 20. Juli: Der Weibsteufel
Gesellschaft für Film und Medien - gefördert vom bm:ukk – V/3
SYNEMA
- Gesellschaft für Film & Medien, eine interdisziplinäre Schnittstelle zur
Vermittlung zwischen Theorie und Praxis, Kunst und Wissenschaft der
audiovisuellen Medien, wurde 1984 in Wien mit der Zielsetzung gegründet,
außeruniversitär eine systematische Tätigkeit im Bereich der Filmwissenschaft
zu entfalten. Die Ergebnisse werden der Öffentlichkeit in Publikationen und
unterschiedlich gestalteten „Formaten" präsentiert, Film- und
Medieninteressierte sind in ein Netzwerk regelmäßiger Aktivitäten (Seminare,
Workshops, Symposien, Vorträge, Gesprächsreihen, Retrospektiven) eingebunden.
Buchpräsentation am 9.7. um 20.30 Uhr im Vorprogramm.
Der Autor Christoph Fuchs liest aus seinem Buch.
Waren die österreichischen Ermittler immer
schon mieselsüchtige Grantler? Geschehen Verbrechen nur in der Großstadt und
warum ist bei dreien einer zu viel? Wann verstummen Frauen und wie gefährlich
sind Bassena-Vampire? Ist der Piefke immer der Mörder und wie stur ist ein
amerikanischer Killer? Wiener Walzer oder Kriminaltango?
Die österreichische Filmgeschichtsschreibung hat
es bislang weitgehend vermieden, den Genrebegriff für sich zu nutzen. Auch wenn
man den Kriminalfilm als Gattung nicht exakt definieren kann, lohnt es sich
doch, die im Kino erzählte Überschreitung von juristischen und moralischen
Grenzen und die Wiederherstellung einer Ordnung zu einem systematischen Diskurs
über Recht und Ordnung sowie Schuld und Rache zusammenzusetzen.
Das vorliegende Buch bietet in 14 Essays einen
Streifzug durch das KrimiKino Österreichs mit seinen unterschiedlichen
Subgenres, vom Eifersuchtsdrama zum Revuekrimi, vom Agentenfilm zum klassischen
Whodunit. Die Geschichte dieser Geschichten lädt ein zu einem bunten
Panoptikum, das sich selbst als Beitrag zu einer fortlaufenden
Zeitgeschichtsforschung versteht.
304 Seiten, 90 Fotos, Broschur. ISBN 978-3-901644-35-1.
SYNEMA (Wien) 2010. Preis: € 22.-
Lieferbar ab 2. Juli 2010.
Direkt zu bestellen bei: office[at]synema.at
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Christoph
Fuchs geb. 1959. Studium der Neueren deutschen
Literaturwissenschaft und Philosophie an den Universitäten Freiburg und Wien.
Studium des Bibliothekswesens an der Fachhochschule Hamburg. Seit 1988
Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung. Lebt in Hamburg. Projekte,
Publikationen, Vorträge zu Literatur- und vor allem zur Filmgeschichte. U.a.
von 1995 bis 2004 Beiträge für die von Holger Wacker herausgegebene Enzyklopädie
des Kriminalfilms. Seit 1999 Zusammenarbeit mit Synema e.V. - Gesellschaft für
Film und Medien, Wien. Seit 2001 Zusammenarbeit mit und langjähriges
Vorstandsmitglied von CineGraph e.V. - Hamburgisches Centrum für Filmforschung.
Veröffentlichungen u.a. zur Filmexilforschung und zur Kriminalfilmgeschichte.
Letzte Veröffentlichungen: zus. mit Michael Töteberg (Hg.): Fredy Bockbein
trifft Mister Dynamit. Filme auf den zweiten Blick. München: Edition Text u.
Kritik, 2007. Wissenschaftlicher Kommentar in Robert Fischer: Displaced Person
- Die Entstehung von Peter Lorres Film. Making Off zu Der Verlorene. DVD,
Arthaus Premium bei Kinowelt, 2007.
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